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Waschen, duschen, trinken, putzen, WC-Spülung: Wasser wird ständig gebraucht. Wenn es nach Gebrauch im Abfluss verschwunden ist, dann ist das Thema Abwasserentsorgung für die meisten Menschen erledigt. Dagegen fängt für die rund 75 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Geschäftsbereichs Stadtentwässerung die Arbeit jetzt erst an. Eine Arbeit, die für die Bürgerinnen und Bürger weitgehend unbemerkt geschieht. Denn fast alle Abwasseranlagen sind fernab jedes Blickes tief unter der Erde versteckt.

Die meisten Menschen ahnen deshalb weder etwas von dem Aufwand, den die Stadtentwässerung zur Erfüllung ihrer Aufgaben betreibt, noch von ihrer großen Bedeutung für eine Stadt. Denn erst eine moderne Abwasserentsorgung macht das Zusammenleben so vieler Menschen auf engem Raum überhaupt möglich. Die gesetzliche Pflicht zur ordnungsgemäßen Beseitigung der Abwässer sieht vor, dass neben Schmutzwasser aus Haushalt und Industrie auch Regenwasser von Dächern und Straßen abtransportiert wird.

Am 19. November ist der offizielle Welttoilettentag der Vereinten Nationen (UN). Seit 2013 setzen sich die UN weltweit dafür ein, dass jeder Mensch Zugriff auf eine hygienische Sanitäreinrichtung haben soll. Denn noch heute leben 2,5 Milliarden Menschen ohne Klo – dafür aber mit verunreinigtem Wasser, Durchfallerkrankungen und Armut. Und wir, für die WCs selbstverständlich sind, nutzen Toiletten ersatzweise als Mülleimer – mit verheerenden Folgen für Material, Mensch und Umwelt. Aus diesem Grund haben die Technischen Betriebe Remscheid die Kampagne „Tatort Toilette – nur wir ins Klo!“ ins Leben gerufen.

Es passiert täglich in unzähligen Badezimmern, geschützt vor den Augen der Öffentlichkeit: Müllentsorgung in der Toilette ist das perfekte Verbrechen. Doch wenn man die Folgen für Mensch und Umwelt betrachtet, ist es mehr als nur das – es ist einfach richtig KACKE.

Jedoch wissen die meisten leider gar nicht, welchen Schaden sie mit dieser schnellen Entsorgung von Abfällen in unserer Kanalisation und darüber hinaus anrichten. Das reicht von Verschmutzungen über Verstopfungen, lahmgelegten Pumpen und den daraus resultierenden Reparaturarbeiten, bis hin zu weitreichenden Umweltschäden und dem Übertragen von Krankheiten.

Allein im Jahr 2019 gab es 663 Tonnen vermeidbaren Abfall in Remscheids Abwasser. Einen Großteil davon machen Feuchttücher aus, die, entgegen ihrer Deklarierung, nicht für die Entsorgung in der Toilette geeignet sind. Im Gegensatz zu normalem Toilettenpapier lösen sich die feuchten Tücher nicht schnell genug auf und verstopfen so die Pumpen. Das hat jedes Jahr enormen Aufwand und damit Kosten für die Stadt zur Folge.

Gerade in Zeiten, in denen Klopapier von einigen gehortet und daher für andere knapp wird, greift mancher zu teilweise kreativen Alternativen. Doch egal was es ist: Es darf nicht ins Klo!

Was rein darf, erklärt das Tatort-Team auf www.tatort-toilette.de.                                                                                                     

Plumps, Platsch und Putz-ab von Rolle haben die Übeltäter auf WC-frischer Tat ertappt und sagen ihnen den Kampf an.

Website: www.tatort-toilette.de
Kampagnen-Hashtag: #tatorttoilette

Initiator:
Technische Betriebe Remscheid
Geschäftsbereich Stadtentwässerung
www.tbr-info.de
Ansprechpartnerin: Renate Over / r.over@tbr-info.de